Wenn der Rücken schmerzt – Übungen und Tipps zur Selbsthilfe

Was du tun kannst, wenn der Rücken plötzlich schmerzt und du schnelle Hilfe brauchst, erfährst du in diesem Beitrag.

Wer kennt das nicht? Komisch gelegen, falsch gehoben oder Verspannungen zum Beispiel aufgrund von Stress oder Unterkühlung. Eine falsche Bewegung und zack – tut der Rücken weh! Häufig passiert das auch ausgerechnet dann, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann.

Welche Faktoren spielen bei akuten Rückenschmerzen eine Rolle?

Unser Rücken ist täglich vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Er muss zum Einen Bewegungen in alle möglichen Richtungen ausführen (Drehen, Strecken, Bücken usw.) und das teilweise auch noch unter Belastung, zum Beispiel wenn du einen Gegenstand aufhebst und dich dabei zur Seite drehst. Er muss er mit Hilfe der Bandscheiben Stöße abfedern (beispielsweise beim Gehen oder Laufen). Außerdem muss unser Rücken auch statischen Belastungen standhalten, wie das Tragen eines Rucksacks oder einer Tasche sowie Bewegungsmangel z.B. durch Büroarbeit. Außerdem ist unser Rücken auch weiteren äußeren Einflüssen, wie der Temperatur (Luftzug) oder der Matratze, auf der du schläfst, ausgesetzt.

In all diesen Situationen kann es passieren, dass die Strukturen deines Rückens überreizt werden oder sogar Schaden nehmen und sich das durch Schmerzen äußert. Welche Ursache genau vorliegt, ist jedoch für die nachfolgenden Tipps und Übungen erst einmal gar nicht so relevant. Denn bei akuten Rückenschmerzen ist dein erstes Ziel vermutlich einfach, sie wieder loszuwerden und dich nicht zu lange damit herumzuquälen.

Wie kannst du dir bei akuten Rückenschmerzen helfen?

Bevor es weitergeht noch ein kleiner Hinweis für dich: Bitte achte auf die Signale deines Körpers und überschreite nicht deine Grenzen. Wende dich mit deinen Rückenschmerzen auf jeden Fall auch an einen Arzt, wenn sie nicht schnell wieder verschwinden.

Der erste Schritt, den du machen solltest, wenn dein Rücken schmerzt: Halte einen Moment inne und komm zur Ruhe. Du solltest vermeiden, deine Schmerzen einfach zu ignorieren, denn sonst könntest du ernsthaften Schaden anrichten. Mach dir klar, dass du dich jetzt (gezwungenermaßen 😉 ) um dich selbst kümmern und einen Gang herunter schalten musst. Klar, viele von uns sind es gewohnt, dass unser Körper einfach funktioniert. Wir merken gar nicht mehr, was er alles Tag für Tag leistet und halten unsere Gesundheit häufig für selbstverständlich. Doch auch der fitteste und gesündeste Körper braucht ein Bisschen Pflege, um lange und gut funktionieren zu können.

Der zweite Schritt, den du unternehmen kannst: Such dir eine passende Methode, um die Strukturen deines Rückens zu entspannen und die Heilung zu fördern. Hier ist es nicht sinnvoll, einfach blind irgendeinem Rat zu folgen. Du solltest vielmehr versuchen, genau zu fühlen, was DIR in diesem Moment gut tut.

Es gibt verschiedene Dinge, die du ausprobieren kannst:

  • Zum Beispiel hilft Wärme oft ganz gut. Du kannst eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf die schmerzende Stelle legen. Ein heißes Bad bzw. alternativ eine heiße Dusche können ebenfalls Wunder wirken.
  • Auch eine Massage kann hilfreich sein. Mit einem Tennisball, einem speziellen Massageball oder einfach deinen Fingern kannst du die verspannten Bereiche vorsichtig abfahren. Achte hierbei darauf, dass die Massage angenehm und entspannend wirkt. Bei zu stärken Schmerzen, solltest du besser aufhören.
  • Wichtig ist außerdem, auch mit Rückenschmerzen in Bewegung zu bleiben. Leichte Übungen, wie Dehnen und Strecken, oder ein gemütlicher Spazierengang sind oft ein geeignetes Mittel zur Selbsthilfe. Früher wurde bei Rückenschmerzen häufig Bettruhe verordnet. Heutzutage weiß man jedoch, dass Bewegung viel besser für die Rückengesundheit ist und durch Bewegungsmangel die Beschwerden noch verschlimmert werden können.
  • Wenn du an Rückenverspannungen aufgrund von Stress leidest, helfen dir möglicherweise einfache Entspannungstechniken weiter (Atemtechniken, Achtsamkeitsübungen, Meditation…) Diese kannst du aber ebenfalls gut anwenden, wenn du nicht unter psychischen Belastungen leidest, denn durch Entspannungstechniken wird nachgewiesenermaßen nicht nur unser Geist ruhiger, sondern auch die körperlichen Strukturen entspannen sich. Der gesamte Körper schaltet um auf den Entspannungsmodus und verspannte Körperbereiche können sich wieder lockern.
  • Der wichtigste Tipp ist jedoch: Tu einfach genau das, was sich gut für dich anfühlt. Gib deinem Rücken die Aufmerksamkeit und Pflege, die er jetzt braucht, um wieder fit zu werden!

Was ist mit Medikamenten?

Natürlich wäre eine einfache und hilfreiche Methode, Schmerzmittel einzunehmen und dann ganz normal im Alltag weiterzumachen. Du solltest dir dann allerdings bewusst sein, dass die Überlastung oder Verspannung davon nicht automatisch weggeht. Möglicherweise bleibt sie bestehen und kann nicht vernünftig abheilen, weil du deinem Körper keine Ruhe gönnst. Wenn du deinen Körper wirklich gesund erhalten möchtest, gehören auch Pausen dazu. Es ist keine Schande, sich auszuruhen und Verletzungen heilen zu lassen.

Wie kannst du Rückenschmerzen vorbeugen?

Damit es bestenfalls gar nicht erst dazu kommt, dass du Rückenschmerzen entwickelst, kannst du mit einfachen Übungen im Alltag gut vorbeugen.

  • Wichtig ist regelmäßige Bewegung sowie Sport,
  • nicht zu lange sitzen und
  • Entspannungstechniken in den Alltag integrieren, die Stress und psychische Überlastung von dir fernhalten.

Wenn du mehr über den Zusammenhang zwischen Emotionen und Rückenschmerzen erfahren möchtest und hilfreiche Tipps suchst, um deinen Rücken von emotionalem Ballast zu befreien, dann ist vielleicht mein Wegweiser zur Selbsthilfe etwas für dich.

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