Rückenschmerzen nach Bandscheibenvorfall

Ich hatte selbst einen Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule, der vielleicht Auslöser war für meine jahrelangen chronischen Rückenschmerzen. Wie ich mich damals gefühlt habe und wie ich heute damit umgehe, möchte ich dir in diesem Beitrag erzählen.

An die erste Zeit kann ich mich noch gut erinnern und auch an den Schock als mir die Diagnose mitgeteilt wurde. Ich dachte: „Das darf doch nicht wahr sein! Ein Bandscheibenvorfall…jetzt bin ich für immer und ewig eingeschränkt.“.

Damals dachte ich, die Diagnose Bandscheibenvorfall sei endgültig und würde mir mein Leben lang Probleme bereiten. Ich sah mich schon im Operationsraum und wochenlang im Bett liegen. Bis zu diesem Tag hatte ich nur Horrorgeschichten über Bandscheibenvorfälle gehört und dementsprechend große Angst. Irgendwie herrschte in mir der Gedanke, dass man Grippe, Brüche oder Kopfschmerzen immer irgendwann wieder loswird, aber Probleme an der Wirbelsäule meinen Untergang bedeuten. Das klingt aus meiner heutigen Sichtweise völlig übertrieben, aber damals fühlte ich mich so. Ich hatte ja monatelang mit den Schmerzen und Einschränkungen gelebt und stellte mir vor, dass diese Problematik an der Wirbelsäule nicht in den Griff zu bekommen sein würde.

Einschränkungen, Schmerzen und eine depressive Phase

Tatsächlich habe ich auch noch viele Jahre diese Gedanken mit mir herum getragen. Ich hatte Schmerzen, konnte mich teilweise nicht bewegen, mein Alltag war eingeschränkt und ich oftmals auf Hilfe angewiesen. Für Menschen, die es nicht selbst erlebt haben, mag das unglaublich klingen, aber es war tatsächlich so, dass ich in besonders schlimmen Phasen, nicht die Kraft hatte, ein volles Glas Wasser anzuheben. Ich konnte zeitweise nicht laufen (!), mich nicht bücken und kaum noch etwas tragen. Besonders schlimm sind mir die Situationen in Erinnerung geblieben, in denen ich nach einer längeren Autofahrt massive Probleme hatte, aus dem Auto auszusteigen. Ich konnte meinen Fuß nicht einmal anheben, um ihn auf die Straße zu stellen, geschweige denn meinen Körper aus dem Auto bewegen. Vielleicht muss ich an dieser Stelle dazu sagen, dass ich auch damals schon sportlich und schlank war. Normalerweise waren solche Bewegungen kein Problem für mich…nur der Rücken hat mich so stark eingeschränkt.

Diese Hilfslosigkeit in manchen Situationen und die dauernden Schmerzen, haben mich seelisch zermürbt. Ich durchlebte eine lange depressive Phase, in der ich keinerlei Sinn mehr für mein Leben erkennen konnte.

Langer Rede, kurzer Sinn…

Doch irgendwie habe ich die Kurve bekommen und festgestellt, dass ich mein Leben und meine Gesundheit selbst in der Hand habe. Meine Rückenschmerzen haben mir geholfen, ein bewussteres und besseres Leben zu führen. Durch sie habe ich angefangen, mich mit mir selbst zu beschäftigen und meine Gesundheit und mein Wohlbefinden an oberste Stelle zu setzen.

Ich bin heute OBWOHL ich einen Bandscheibenvorfall hatte, in der Lage, meine Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Ich habe mir selbst geholfen und fernab von konventioneller Medizin und Physiotherapie meinen Weg gefunden. Die körperlichen Beschwerden waren nicht unauflösbar, sondern lediglich ein Hinweis für mich.

Körperliche Beschwerden müssen nicht zwangsläufig auch Schmerzen auslösen! Es gibt viele Menschen, die mit einem Bandscheibenvorfall leben, ohne dass sie jemals etwas davon bemerken!

Also lass dich nicht unterkriegen, auch du kannst einen Weg finden – ich glaube an dich!

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